Silvia Albarella/Anne Tismer
Non-tutta [Nicht-Vollkommene]
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short Version

 

Silvia Albarella/Anne Tismer Gespräch März 2013 anlässich des Festival d'Avignon HIER

Silvia Albarella/Anne Tismer Pressekonferenz Juli 2013 anlässich des Festival d'Avignon LINK

 

Aus: Suite 101, 05.03.2012 von Steffen Kassel

„...Es ist eine Abend der Selbsteinschließung, der Kontaktsörung, der Kommunikationslosigkeit – und dennoch bindet Tismer immer wieder das Publikum ein, indem sie auf die Zuschauer zugeht und durch kurze Ansprache ein komplizenhaftes Einverständnis herstellt...

...Die Figur wird von Atemnot befallen, der vorläufige Kollaps droht, aber sie macht weiter, unermüdlich und unter chronischer Schlaflosigkeit, ob sie zusammenbricht oder nicht. Und doch, ein Anflug leiser Entspannung scheint sich aufzutun, als sie ein Mikrofon zum Himmel hält und den Sternen zuzuhören glaubt. Hört sie nicht ein Orchester, eine Sinfonie, sind nicht die kleinen Sterne wie Flöten? Eine kurze Ruheszene wird entfaltet, ein Kosmos sanfter Schwingungen und Töne, bis sich nach dem Atemholen und Pulsieren einer ätherischen Welt der alte Zustand wieder einstellt. Die Zuschauer sehen plötzlich Anne Tismer, wie sie sich nach Art eines Terroristen eine dunkelrote Maske überstreift und sich am Keyboard zu schaffen macht...

In Zeiten, an denen so manch müder Stadttheater-Abend vorüberrauscht, ist das ein starker Abend.“


Aus: Berliner Zeitung, 06.03.2012 von Doris Meierhenrich

„..Wie viel (Um)Welt verträgt man? Wie durchlässig kann die Hülle sein, damit der Kern im Inneren rotiert, aber nicht durchdreht? Das sind die Fragen, die die beiden "Aktionskünstlerinnen" Silvia Albarella und Anne Tismer in ihrer kleinen, vielgestaltigen Ein-Frau-Performance "Non-Tutta (Nicht-Vollkommene)" aufwerfen. Und sie tun das in einer verspielten, fantasiereichen, manchmal wilden, immer nachdenklichen Weise. Zum Beispiel, wenn Tismer von der inneren Physik der Sterne erzählt wie von ihrem eigenen Organismus und davon, dass sie ins All hineinhören kann wie in einen Orchesterklang. Und während sie so spricht, hält Tom Tiest einen Sensor an die Wand, die plötzlich wie dieses All erscheint, die hineinprojizierte Tismer- Amöbe darin. Vorsichtig klopft Tiest gegen die Wand, und die Zipfelantenne zuckt verschreckt: hineinhören tut weh.“


Aus: NRZ, 17.03.2012 von Thomas Hag

„...Zwischen heiter und trist schwanken die Bilder, die sich Tismer mit der italienischen Künstlerin Silvia Albarella ausgedacht hat. Tom Tiest begleitet als Geräusche- und Soundmacher und als Gitarrist. Zu seinen Klängen interpretiert Tismer she's Lost Control von Joy Division und imitiert die zuckenden Armbewegungen des Sängers Ian Curtis....Anne Tismer geht als Nicht-Vollkommene einen eher spielerischen dadaesken Weg, wenn sie am Ende verschwindet, schlüpft sie einen grotesken Wollsack mit wurmähnlichem Kopf. Ein skurriler Abend, bunt, längst nicht immer lustig. Die Gäste im Wohnzimmer fanden's gut.“


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