Silvia Albarella/Anne Tismer
Non-tutta [Nicht-Vollkommene]
 
Trailer
short Version


Eine Reflektion über das Phänomen der Panik und der Stille und eine Kommunikation über Umwege.

IN NON TUTTA reflektieren Silvia Albarella und Anne Tismer das Phänomen der Histrionischen Persönlichkeitsstörung, das auch als postmoderne Form der nahezu in Vergessenheit geratenen Hysterie bezeichnet wird. In ihrer Performance

wird die einstige schwere Krankheit zum Ausdruck einer unglaublichen Sehnsucht nach totaler Stille und nach völligen Rückzug, zu einem Akt des radikalen Verstummens im verzweifelten Aufbegehren, strategischen Kommunikation über komplizierte Umwege und die Flucht aus der Realität.

„DIE HYSTERIE IST KEIN PHÄNOMEN DER PATHOLOGIE und kann in jeder Hinsicht als höchste expressive Möglichkeit angesehen werden.“
Luis Aragon

HYSTERIE IST EINE KOMMUNIKATIONSFORM, ein Versuch, in ein Verhältnis mit dem anderen zu treten, von dem unsere bewusste Aktivität nur ein schwacher Abglanz ist. In einem gewissen Sinne gehört daher zur Hysterie immer eine theatralische Manifestation – ein Anfall, ein Ohnmachtsanflug oder die Inszenierung einer körperlichen Fehlfunktion –, wobei das zur Schau gestellte Symptom eine äußere Manifestation des inneren psychischen Konfliktes ist, der in dem privaten oder intimen Theater des Unbewussten zur Aufführung gelangt.
Elisabeth Bronfen

Idee/Konzept/Ausstattung: Silvia Albarella
Text/Objekten/Performance: Anne Tismer
Musik/Performance: Tom Tiest
Dramaturgie und Künstlerische Mitarbeit: Julie Pfleiderer
Video: Sirko Knüpfer/Assistenz: Juliane Kremberg
Licht Design: Arnaud Poumarat
Künstlerische Beratung: Bart van den Eynde
Produktionsleitung: Björn Pätz /Björn & Björn

Eine Silvia Albarella Produktion in Co-Produktion mit den sophiensaele Berlin und dem Forum Freies Theater Düsseldorf.
Gefördert aus den Mitteln des Hauptstadtkulturfonds
Unterstützt vom Italienische Kultur Institut und der Flämische Repräsentanz Berlin

Besonderer Dank gilt Chiara Mangiarotti für ihre Beratung und Anregung mit ihrem Buch ' Frauenfiguren in Jane Campinos Filme'. Danke auch an: Lidia Tirri, Yassu Yabara, Herzer Ausstellungsmanufaktur, Lewis Watkins, Franziska Werner, Kathrin Tiedemann, Christoph Rech, Paola Albarella, Susi Baldasseroni, Yvonne Borchert, Susanne Boy, Luise Ebersbach, Anne Hirth, Susanne Jaeschke, Oli Keinath, Christoph Wermke, Domien Holthof, Björn Frers und dem Team der Uferstudios.

Premiere 3. März 2012 sophiensaele Berlin.
EINGELADEN ZUM AVIGNON FESTIVAL SOMMER 2013

Foto: Lidia Tirri